Verantwortung und Vorbild in Sachen Denkmalschutz.

heimatverein-logoDas fordert der Heimatverein von der Stadt Kaufbeuren in seiner Presseerklärung vom 12. Dezmeber 2014. Zusammen mit dem Bürgerforum ist der Heimatverein darum bemüht, die Denkmalliste rund um das Forettle-Areal zu komplettieren.

Hintergrund der Presseerklärung ist die zu erwartende umfangreiche städtebauliche Veränderung im Forettle-Areal. Denn „gerade in solchen Situationen zeigt sich, was einer Gesellschaft ihre Denkmäler wert sind”, schreibt der Heimatverein in seiner Erklärung. „Werden sie klammheimlich abgeräumt, durch eine völlig unpassende Umgebung ad absurdum geführt oder werden sie respektvoll eingebunden?”

Bereits im Mai 2014 nahmen Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege und Mitarbeiter der örtlichen Denkmalpflege auf Einladung des Heimatvereins und des Bürgerforums das gesamte Forettle-Areal nochmals genauer unter die Lupe. Hier sind vor allem die Randbereiche von erheblichem historischen Interesse: Besonders die Gebäude auf beiden Seiten der Johannes-Haag-Straße bilden ein noch relativ dichtes Ensemble von vorindustriellen Gewerbebauten.

Beiden Vereinen ist sehr daran gelegen, das Bewusstsein von der historischen Bedeutung dieser Gebäude zu schärfen und die Denkmalliste gegebenenfalls zu komplettieren. Eine Entscheidung des Landesamtes steht allerdings noch aus.

Der Heimatverein würde es sehr bedauern, wenn aus Unkenntnis oder mangelnder Sensibilität im Bereich der Johannes-Haag-Straße vollendete Tatsachen geschaffen werden, die die Erinnerung an die Gewerbegeschichte unserer Stadt zum Teil auslöschen würden. Deshalb fordert der Heimatverein, dass die Stadt ihrer besonderen Verantwortung für unsere Denkmäler gerecht werden sollte. Dies auch deshalb, weil sie eine wichtige Vorbildfunktion habe, so der Heimatverein: „Wie kann man von Privatleuten einen behutsamen Umgang mit dem historischen Erbe verlangen, wenn man nicht selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Abrissgenehmigungen für historische Gebäude in städtischem oder auch in privatem Besitz sind schnell erteilt, die Verluste sind aber endgültig.”

Die vollständige Presseerklärung des Heimatvereins dürfen wir freundlicherweise hier als PDF zum Herunterladen anbieten.